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Edwards Langbogen

Bögen waren schon immer eine beliebte Waffe, ob früher bei der Jagd, um das Essen für den Abend zu erlegen oder um sein Land gegen Eindringlinge zu verteidigen. Der Bogen war eine perfekte Waffe, um sich zu verteidigen, vorausgesetzt man wusste damit umzugehen und konnte genug Abstand zum Feind halten.

Einer der Personen die dies vermochten von sich zu behaupten war Edward. Er stammte aus einer Bauernfamilie, wie es Hunderte gab. Schon in jungen Jahren war er fasziniert von der Waffenkunde, doch insbesondere interessierten ihn die Bögen, da man mit dieser Waffe Feinde schon lange bevor sie einen erreichten, das Lebenslicht auslöschen konnte.

Edward investierte jede freie Minute, die er nicht seiner Familie bei der Feldarbeit helfen musste, in das Verbessern seiner Treffgenauigkeit. Er übte oftmals stundenlang, ohne dass er mitbekam wie die Zeit verging.

Doch die Monate vergingen und er wurde neugieriger, wie man mit einem Bogen ein Ziel trifft egal auf welche Entfernung und egal wie klein es war, doch wusste er nicht, wie man den Bogen baute, mit dem man die tödlichen Geschosse entsenden konnte.

Als er sein 16. Lebensjahr vollendet hatte, verließ er den Bauernhof seiner Familie und ging mit seinem ersparten Gold in die nächste Stadt, um dort bei einem Bogner in die Lehre zu gehen. Doch niemand wollte ihn haben und so musste er als Jäger zunächst einmal seinen Lebensunterhalt verdienen.

Bei seinen täglichen Streifzügen durch den Wald lernte er immer besser die Umgebung kennen und bald schon kannte er die Umgebung wie seine Westentasche. Doch seine noch jugendliche Neugier meldete sich einmal öfters, ihn langweilte es immer dieselben Wege zu gehen und so ging er einmal vom Weg ab und in neue Teile des Waldes, in denen er zuvor noch nie war.

Jedoch vergaß er, dass die Dämmerung bereits eingesetzt hatte, da durch das dicke Blätterdach kaum Sonnenlicht drang, aber nun war es schon zu spät, die Nacht hatte ihn überrascht und im Wald wurde es plötzlich noch dunkler.

Edward, der sich in dem Teil des Waldes sowieso nicht auskannte, verlor nun in der Dunkelheit gänzlich die Orientierung. Als er sich fragend umschaute entdeckte er jedoch ein Licht im Wald. Er starrte dieses zunächst einmal nur an, doch als er erkannte dass es sich nicht bewegte, wurde ihm klar, dass sich dort wohl ein Lager oder etwas dergleichen befinden musste.

Zu seiner Sicherheit jedoch nahm er seinen Bogen vom Rücken und legte einen Pfeil auf die Sehne und ging mit diesen in der Hand nun in Richtung des Lichtes. Je näher er kam, desto mehr konnte er erkennen und bald schon sah er die Umrisse einer Hütte, aus der auch Qualm stieg.

Da es im Wald nun auch abkühlte, begann Edward auch zu frieren und beschleunigte nun seine Schritte um zur Hütte zu kommen, in der Hoffnung die Nacht verbringen zu können und am nächsten Tag dann wieder zurückgehen zu können in die Stadt. Vor der Hütte gab er den Pfeil von der Sehne wieder in seinen Köcher und den Bogen auf den Rücken und klopfte dann an der Türe an. Gespannt wartete er, wer ihm öffnen würde. Es tat sich lange Zeit nichts und Edward wurde schon ungeduldig und wollte sich schon ein anderes Nachtquartier suchen, als ihm plötzlich ein alter Mann öffnete.

Der alte Mann ließ Edward eintreten und gab ihm auch etwas zu essen. Edward und der alte Mann waren zunächst schweigsam, doch dann begannen sie plötzlich zu reden, als der alte Mann Edwards Bogen bemerkte. Sie redeten über viele Sachen jedoch am längsten über den Bogen.

Edward konnte sein Glück nicht fassen, in dieser Nacht hatte er nicht nur ein Quartier für die Nacht gefunden gehabt und auch eine warme Mahlzeit bekommen, nein er hatte endlich auch einen Bogner gefunden, der bereit war ihn zu unterrichten.

Am Morgen des nächsten Tages brach er jedoch gleich auf in die Stadt, um seine Arbeit dort zu kündigen und seinen letzten Lohn zu holen. Danach ging er gleich wieder aufgeregt zurück in den Wald zu der Hütte.

Bei dem alten Mann begann er in die Lehre zu gehen, die Monate verstrichen und Jahre zogen übers Land und aus dem einst so jungen Edward wurde ein kräftiger Mann, der sich seinen größten Traum nun erfüllen konnte. Er konnte der beste Bogenschütze des Landes werden, wenn nicht sogar der Welt.

Endlich hatte er die letzte Komponente erlernt gehabt, die ihm fehlte um seine Schießkunst zu perfektionieren. Jedoch fehlte ihm noch immer der allerletzte Teil im Puzzle des Erfolgs. Er musste noch den Bogen anfertigen mit dem er sich seinen Traum erfüllen konnte.

Hunderte von Bögen fertigte er an doch egal wie gut sie waren, für Edward waren sie nur zur Übung obwohl andere Leute dafür hohe Preise gezahlt hätten um einen dieser Bögen zu bekommen.

Doch endlich war der Tag gekommen, sein Lehrmeister und inzwischen auch bester Freund ging mit ihm etwas tiefer noch in den Wald hinein zu einem bestimmten Baum. Edward hatte seine Axt mitgenommen gehabt, um falls er einmal wenn er durch den Wald geht einen guten Baum fand von diesem gleich die Äste schlagen konnte, um einen Bogen zu machen. Nun und so war es auch, der alte Mann und Edward standen vor einem stattlichen Baum und der Meister begann zu Edward zu sprechen: " Diesen Baum pflanzte ich, als du zu mir gekommen warst in jener Nacht, ich wusste das der Tag kommen wird, an dem du aus diesen Baum den Bogen deiner Träume bauen wirst."

Edward starrte seinen Meister erstaunt an, denn ihm fehlten einfach die Worte und so begann er sich an die Arbeit zu machen. Nachdem er einige Äste hatte eilte er mit seinem Meister zurück zur Hütte wo er sogleich mit der Weiterverarbeitung begann. Die Zeit verging, doch Edward merkte dies nicht, da er ganz in die Arbeit an seinem Bogen vertieft war und so verpasste er einige Mahlzeiten.

Er wollte den Bogen um jeden Preis so schnell wie möglich fertig bekommen und als er es endlich geschafft hatte fiel er in einen zufriedenen Schlaf vor lauter Erschöpfung. Am Morgen des nächsten Tages weckte ihn sein Meister und gab ihm das Frühstück, bei dem er ihm auch mitteilte, dass Edward aufbrechen soll in die Stadt um dort seinen Traum zu erfüllen.

Edward wollte zwar nicht seinen Meister alleine lassen doch seinen Traum wollte er unbedingt erfüllen und so überwand er sich und zog los. Immer berühmter und berühmter wurde er, überall wo er hinkam war sein Ruf ihm schon vorausgeeilt und er gewann ein Turnier nach dem anderen. Keiner kam gegen die Reichweite seines Bogens an und in Sachen Treffgenauigkeit die er so hart erlernt und erarbeitet hatte konnte ihm auch kaum jemand die Stirn bieten.

Lange war er unterwegs gewesen und hatte sich einen Ruf hart erarbeitet und seinen Traum erfüllt, jedoch vergaß er nicht, wem er das zu verdanken hatte und so kehrte er zu seinem Meister zurück. Doch als er dort ankam fand er das Haus verlassen vor und in der Stadt erfuhr er nur, dass der alte Mann schon vor einigen Monaten gestorben war.

Edward war in tiefer Trauer nun und beschloss niemals wieder an einem Turnier teilzunehmen weil es ihm schlussendlich den Abschied kostete von seinem besten Freund und Mentor. Er lebte selbst von nun an weiter in der Hütte des alten Mannes und baute dort Bögen weiterhin. Aus dem Baum aus dem einst sein Bogen entstand zog er viele Setzlinge und aus denen baute er im Laufe der Zeit noch mehr Bögen, sodass bis zu seinem Tode Hunderte von Bögen im Lande im Umlauf waren.

Doch auch die Zeit ging an den Besitzern der Bögen nicht vorbei und so wechselten die Bögen immer wieder den Besitzer und rieten teilweise in Vergessenheit.

Aber heute viele Jahre später so erzählt man sich, das seltsame Bögen gefunden werden würden, von so manch Helden der auf der Suche nach Ruhm durch die Lande zieht.

Sie alle finden die verschollenen Langbogen von Edward.

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